Gotha

Für Martin Luther war Gotha die "civitas divina" oder die göttliche Stadt wie er sie oft wegen ihres Namens scherzhaft nannte. Hier diktierte er sein erstes Testament und "auf ihrem Gottesacker" hätte er gerne seine letzte Ruhestätte gehabt. Vom Ordenskapitel als Distriktsvikar gewählt war er verantwortlich für das Augustinerkloster in Gotha. Die mit dieser Aufgabe verbundenen Reisen haben ihn immer wieder in die Stadt geführt. Luthers erster Aufenthalt in Gotha wurde 1515 vermerkt und sein letzter war 1540. In diesem Zeitraum hat er nachweislich vier Predigten gehalten. Friedrich Myconius (1491-1546) ging als "Gothaer Reformator" in die Geschichte ein. Luther hat sich gerne mit Myconius ausgetauscht, der nach Gotha gerufen wurde um "die stürmisch begonnene Reformation in seine Hand" zu nehmen.


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